Ein Jahr nach unserer Rückkehr in die Schweiz gönnen wir uns einen kurzen Trip um zu verschnaufen. Es war in jeder Hinsicht ein anstrengendes Jahr. Auch ist unsere Angewöhnung an die schweizer Kultur noch nicht ganz abgeschlossen. Währen den Monaten, in denen wir uns bemühten, den vollen Zugang zum schweizerischen Mood wieder zu finden, realisierten wir, dass wir uns wohl nie mehr ganz an den gestressen und durchorganisierten Alltag in der Schweiz gewöhnen werden. Darum haben wir uns natürlich extra toll auf die bevorstehenden 5 Wochen gefreut. Ein weiterer Grund ist, dass wir endlich unsere Freunde in L.A. wieder sehen werden. Unser Flug geht pünktlich am 25. Dezember von Zürich nach Paris und von dort nach L.A.
Für uns ist Los Angeles immer ein "nach Hause" kommen. Der Zöllner winkt uns mit einem breiten Lachen und einem "welcome back" durch und wir fragen uns warum nur alle so schlechte Geschichten über die US Immigration kennen. Innerhalb kurzer Zeit stehen wir mit unseren Rucksäcken beim Busstop für die Rental Car Linien. Weitere 30 min. später fahren wir auf der Interstate 405 Richtung Ovid. Es fühlt sich gut an. Saugut.
Wir kennen die Strassen und Häuser in der Gegend wo unsere Freunde wohnen wie die eigene Nachbarschaft. Und so kommt es uns vor, als dass es erst ein paar Wochen her ist seit wir das letzte mal hier waren. Wie immer parken wir den Wagen und gehen die paar Treppenstufen hoch zum Gartentor. Wie immer nimmt Mige auf dem Weg die Post aus dem Briefkasten. Wie immer erklingt ein Glockenspiel, wenn man das Gartentor öffnet. Und wie immer freut sich Ovid riesig über unser Besuch. Genau so wie wir uns. Da es der 25. ist, haben wir ein Christmas Dinner zu organisieren. Wir entscheiden was wir essen wollen und gehen einkaufen. Honey baked Ham, Kartoffelstock und griechischer Salat. Bald schon kommen die Leute. Nickey, Juan, John und Melissa. Es ist ein schönes Wiedersehen und ein toller Abend.
Am nächsten Tag geniessen wir die Sonne und das "Nichts-Tun". Am Abend empfangen wir nochmals Gäste, von denen wir nicht erwartet haben sie zu sehen. Die Familie, bei der wir in Alaska für eine Woche gewohnt haben, kommt spontan vorbei, da sie in der Stadt sind. Auch Babak gibt uns die Ehre und Nickey kocht für uns eine seiner berühmten Suppen. Was will man mehr.
Die paar Tage in L.A. vergehen schnell. Wir verbringen sie mit Kino (Django unchained – absolut empfehlenswert), shoppen, reden, kochen, Fastfood und im Garten sitzen. Wir bestaunen Ovid's Modelle, an denen er gerade arbeitet und backen Mailänderli. Und bald schon gehts ab nach Nicaragua. Zum Glück wissen wir, dass wir wieder nach L.A. zurück kommen werden. Sonst würde uns der Abschied noch schwerer fallen als er uns jetzt schon fällt.