Nach knapp einem Monat in Kanada sind wir nun richtig angekommen. Nach einigen Arbeiten im Garten und dem Holzfällen sind nun die ersten Zeichen der Arbeit sichtbar. Die verschiedenen Holzlager sind für den nächten Winter gefüllt, die Holzstösse mit dem neuen Holz wieder aufgerichtet. Auch im Garten kommen die ersten Triebe. Mit der immer stärker werdenden Sonne schiesst alles aus dem Boden.
Seit einigen Tagen sind noch Quell-Bohrungen im Gange. Da Richi das Grundstück in 7 kleinere Parzellen aufteilen möchte, muss für jede Parzelle eine Quelle gebohrt werden. Dies lässt er gerade für die erste Parzelle ausführen. Ist schon eindrücklich, wenn man bedenkt, dass diese Bohrung bis zu 200 Meter ins Erdreich geht. Erst wenn mindestens 4 Liter Wasser pro Minute gefördert werden kann, wird die Quelle vom Hydrologen abgenommen. Geschätzte Menge ist aber wohl eher so 20 – 25 Liter pro Minute. In einigen Tagen sollte die erste Quelle fertig sein.
Nach der Arbeit ist ein kleiner Abstecher ins Licks ’n Splits schon fast zum Ritual geworden. Das beste Softeis weit und breit. Da Beni und Maurizia den ganzen Winter auf die Eröffnung des Ladens warten mussten und bald schon abreisen werden, haben wir so einiges aufzuholen und versuchen alle verschiedenen Sorten innerhalb einer Woche auszuprobieren. Das ist harte Arbeit, aber für das sind wir ja nach Kanada gekommen.
Für zwei Tage hatten wir noch Besuch von Richis Freunden aus Kelowna. Joan und Gerry. Die beiden betreiben eine Paintball- und Laser-Tag-Anlage. Die safariridge.com. Unser Interesse war geweckt. Wir entschieden uns zu viert einen Abstecher nach Kelowna zu gönnen und die Paintball-Anlage selber zu begutachten. Komplett ausgerüstet machten wir uns auf, uns in den verschiedenen Spielfelder gegenseitig zu bekämpfen. Einige blaue Flecken und 500 Schuss später waren wir erschöpft und durften uns noch die restliche Anlage inkl. Werkstatt anschauen.
Leider geht für Maurizia und Beni nach über 4 Monaten die Zeit in Kanada zu Ende. Wir starten ihren letzten Tag mit einem Lachsfrühstück und enden mit einem Schnitzel und anschliessendem Softeis im Licks ’n Splits.
Am Abreisetag müssen wir früher raus. Der Flughafen von Kelowna ist ca. 120 Km entfernt. Somit gehts erstmal mit dem Auto los. Und wir wollen, gut schweizerisch, auf keinen Fall zu spät kommen. Am Flughafen angekommen gibt es gewisse Ungereimtheiten, was nach einigen Telefongesprächen mit der Airline damit endet, dass wir ca. 20 Stunden zu früh waren ;-). Naja, einen zusätzlichen Tag in Kanada, es könnte schlimmer kommen…
Vielen Dank an Maurizia und Beni, es war eine super Zeit mit euch!