Bogota – L.A. – Zurich

Wir verbrachten noch 5 Tage in Bogota. Es gibt eine Salzkathedrale in der Nähe, die wir unbedingt noch sehen wollten. Diese Sehenswuerdigkeit befindet sich in Zipaquirá, einem Kolonialstaedchen noerdlich von Bogota. Der Ausflug hatte sich gelohnt! Die Salzkathedrale ist eine komplett aus Salz gebaute Kirche, die sich in einer Salzmine befindet. Schon der Eingang in die Tiefe macht einem Eindruck.

Die erste Salzkirche wurde wegen Einsturzgefahr geschlossen und so baute man 1995 die neue Kathedrale die nun wieder fuer die Öffentlichkeit zugaenglich ist. Jeden Sonntag wird auch eine Messe durchgefuehrt.

Nach einem Kreuzgang, der die verschiedenen Stationen Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung zeigt, erreicht man den Punkt, wo man in die dreischiffige, 120 Meter lange und über 8.500 Quadratmetern grosse Kathedrale hinunter sieht. Die spezielle Ausleuchtung, der verschiedenen Tunnels, Nischen und Hallen gibt der ganzen Höhlenkirche etwas Andächtiges.

Auch der grösste Teil des "Mobiliars" ist aus Salz. Kreuze, Engelstatuen und die Krippenszene, alles aus Salz gemeisselt. Da jedoch Salzgestein relativ weiches Material ist, wurde für gewisse Böden Marmor verlegt. Auch die Sitzbänke sind aus Holz und nicht aus Salz. Nach fast 3 Stunden unter der Erde machten wir uns wieder auf den Weg nach Bogota.

Da das Wetter etwas regnerisch war, verbrachten wir die restlichen Tage mit Kaffee trinken und Regenschirmspaziergaengen durch die Stadt. Wir kamen sogar in den Genuss einer persönlichen Stadtführung, da wegen dem Regen sonst wohl keiner Lust dazu hatte.

Dann hiess es BYE BYE Südamerika, WELCOME L.A.! Wir wurden von Ovid herzlich empfangen und verbrachten eine super spannenden und unterhaltsame Woche mit ihm. Zusätzlich konnten wir noch unsere Reisekleidung los werden und shoppten dafür zivilisierte Garderobe ein. Wie jedes mal genossen wir auch das Kino und reichlich Fastfood. Los Angeles und die Leute dort sind uns nach so vielen Besuchen total ans Herz gewachsen und der Abschied fiel schwer.

Aber irgendwann war der Tag gekommen und es hiess BYE BYE L.A. und WELCOME ZURICH! Auch hier wurden wir nach fast 15 monaten herzlich empfangen. Wir danken nochmals allen, die uns am Flughafen abgeholt haben. Es war eine schöne Überraschung!

In den nächsten Tagen werden wir uns etwas an die Schweiz gewöhnen müssen! Wir melden uns wieder :-)

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Zurück in die Berge

Gleich zu Beginn unserer langen Reise nach San Gil gab es einen kleinen Streit mit einem Taxifahrer. Dieser wollte am Schluss mehr, als wir vereinbart hatten. Unangenehm agressiv vorderte er mehr Geld. Manchmal verstehen die Taxifahrer es nur, wenn man seinen Standpunkt ein wenig lauter vertritt.

Die 12 Stunden Busfahrt wurde durch einen Autounfall, welcher den ganzen Verkehr lamlegte, um 3 Stunden verlängert. Weitere 2 Stunden waren der Regenzeit zuzuschreiben. Viele Erdrutsche verschuetteten die Strasse, so dass vielerorts Einwegverkehr herrscht.

So kamen wir erst am frühen Nachmittag in San Gil an. Ein gemütliches Städtchen, welches für sein reichhaltiges Angebot an Outdoor Sport bekannt ist. Wir genossen unser Guesthouse mit Pool und besuchten Barichara. Dieses kleine Dorf liegt verschlafen in den Hügeln oberhalb von San Gil. Wir wanderten durchs Umland auf dem Camino Real nach Guane und genossen die kühle, frische Luft.

Anschliessend machten wir einen Stopp in Villa de Leyva. Das Wochenend Reiseziel für die Leute aus Bogota. Leider ist immer noch Regensaison. Das macht ausgiebige Wanderungen und Ausflüge eher zur Tortur. Somit nahmen wir uns vorallem das Städtchen vor. Nette Restaurants und einige gute Shops, um den Kaufrausch auszuleben.

Nun gehts zurück nach Bogota. Somit schliesst sich der Kreis unserer Südamerika-Etape. In einigen Tagen fliegen wir zurück nach Los Angeles. Wir geniessen die letzten Tage in Kolumbien, freuen uns aber auch schon wieder auf L.A.

Einige Eindruecke...

Strandferien in Taganga

Uns wurde mehrmals davon abgeraten, nach Taganga zu fahren. Es sei dort nicht so schoen und sehr touristisch. Wir aber folgten dem Tipp von Naemi und Bene und besuchten das Kuestenstaedchen trotzdem. Zum Glueck! Wir fanden ein cooles Hostel, mit entspannter Atmosphaere. Das kleine Restaurant des Hostels ist ein Highlight. Allabendlich verwöhnt der franzoesische Koch seine Gäste mit allerlei Köstlichkeiten. Sein Filet Mignon ist weit ins Landesinnere bekannt. Es kam, wie es kommen musste, wir blieben hier glatt haengen.

5 Tage pures Nichtstun! Und man haette so einiges unternaehmen koennen. Wir sahen Traveler auf Touren gehen und wieder zurueckkommen, aber wir blieben hart ;-) Wir entschlossen uns zu relaxen und NUR zu relaxen. Strand, schlafen, essen, mit Reisenden reden, essen, schlafen, Karten spielen, schlafen, essen... Irgendwann sagte uns ein Traveler der gerade von einer Tour zurueck kam: "ihr seid wohl auch schon laenger unterwegs, dass ihr nicht mehr jeden Park sehen und jede Tour mitmachen muesst"

Am Schluss trafen wir sogar nochmals die Schweizer, welche uns Taganga empfohlen hatten. Was fuer eine super Ueberaschung! Es waren 5 tolle Tage und wir sind so richtig entspannt und bereit fuer die letzte wirklich lange Busfahrt in die Berge.

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Von Medellin nach Taganga

Wir verbrachten mehr Tage in Medellin, als wir zuerst dachten. Obwohl es eine Grossstadt ist, fuehlte sie sich gemuetlich und ueberschaubar an. Das Quartier, in dem wir uns eingenistet haben, ist umgeben von kleinen Kaffees und Pizza Restaurants. Das Hostel ist sauber und gemuetlich und wir nutzen die voll eingerichtete Kueche so richtg aus.

Das Besondere an Medellin ist die ueberall praesente Kunst. Neue moderne Gebaeude im Zentrum muessen sogar per Gesetz Kunst integrieren. Da man gerade im Zentrum viel neu baut, sieht es schon fast aus wie in einem "Modern Art Museum". Auch die vielen Parks laden zum verweilen ein. Leider hatten wir etwas Pech mit dem tatsaechlichen Modern Art Museum. Das richtete gerade eine neue Ausstellung ein und hatte somit 3 Tage hintereinander geschlossen. Dafuer genossen wir den botanischen Garten und den Explorapark. Nach 4 Tagen voller Kunst, Kaffee und Kultur machten wir uns auf an die Kueste.

Nach 12 Stunden Kuehlschrank-Busfahrt kamen wir im heissfeuchten Cartagena an. Leider schaffte es diese Stadt nicht, unsere Erwartungen zu erfuellen. So gings am naechsten Tag gleich weiter nach Taganga. Mal schauen wie es uns da gefaellt. Wir brauchen nach den vielen Busstunden eine Pause bevor es dann wieder in die Berge geht.

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Fahrten im Kuehlschrank

Wir haben noch nie einen Eintrag den Busfahrten gewidmet. Dabei ist es ein Hauptbestanteil des Reisens! Also allerhoechste Zeit dieser Art von Fortbewegungsmittel ein paar Zeilen zu widmen. Da alle Geschichten die wir in Bussen erlebt haben, den Rahmen des Blogs sprengen wuerde, begrenze ich mich auf das Temperaturproblem.
Jeder der schon mal in latinamerikanischen Laendern gereist ist, wo die Busstunde 2 oder mehr Dollar kostet (sprich Mexico, Kolumbien, Argentinien oder Chile), weiss auf was ich hinaus moechte.
Das erste Mal erwischt es jeden Reisenden, der nicht vorgewarnt wird. So auch uns vor 7 Jahren in Mexico. Bei drueckenden 35 Grad im Schatten standen wir am Busstop und warteten auf unseren Bus. Neben uns standen Einheimische die auf den selben Bus warteten wie wir. Der Unterschied: sie waren bewaffnet mit Daunenjacken, Skipullis, Muetzen und jede Menge Decken. Wir fragten uns noch wo die wohl alle hin wollen. Nach 30 min. im Bus wussten wir warum sie alle so bekleidet waren. Der Bus war auf 16 Grad runtergekuehlt. Wir hatten schon blaue Lippen und taube Finger als wir uns trauten den Busfahrer zu fragen ob er wohl die Guete haette, die Temperatur etwas hinauf zu drehen.
Kaum drehte er am Temperaturriegel, stand eine kleine Frau auf und schrie, er soll das schoen lassen, schliesslich haben sie fuer die Kaelte bezahlt.
Tja Skiurlaub auf latinamerikanisch. Von da an wussten wir, wie wir uns zu kleiden haben fuer Busfahrten. Die Kolumbianer stehen dem in nichts nach. Und wir erinnern uns immer wieder an diese erste Busfahrt wenn wir an den Busraststaetten Touristen sehen die haendereibend, mit roter Nase und blauen Lippen versuchen den Busfahrer zu ueberreden, dass er doch bitte die Gepaeckluke oeffnen soll, damit sie ihren Schlafsack auspacken koennen.

Von Duschen und Canasta

Haben wir schon erwaehnt, dass Kolumbien die besten und schoensten Duschen hat? (in Hostels); Es kommt Wasser wenn man den Knauf dreht, das Wasser ist auch genauso warm wie man es einstellt und es bleibt dann auch bei dieser Temparatur, es besteht keine Gefahr von Stromschlaegen und sie sind so gross dass die "Fudibagge" nicht die gegenueberliegende Wand beruehrt. Natuerlich sind die Duschen auch blitzblank. Einfach herrlich.

Wir sind laenger in Salento "verhocket" als wir gedacht hatten. Der Ort ist so relaxt und das Hostel Tralala so gemuetlich, da mussten wir noch einen Tag laenger bleiben. Wir unternahmen noch einen Trek ins Valle de Cocora. Da es im Moment viel regnet, marschierten wir in Gumistiefeln los. Die Wanderung ist wunderbar und die hohen Palmen die ueber das ganze Tal verteilt sind, geben der Landschaft das gewisse Etwas. Am Abend vor unserer Abfahrt ueberraschten uns die Schweizer Canasta Freunde, die wir in Quito kennengelernt hatten, im Hostel. Es wurde ein langer Abend.

Nach einem kurzen Stopp in Medellin gings auch gleich weiter nach Guatapé. Wir werden Medellin auf dem Rueckweg mehr Zeit widmen. Guatapé ist ein weiteres kleines, wunderschoenes Oertchen in der Umgebung von Medellin. Das Highlight dieses Oertchens ist ein riesiger Felsen, der wie ein Fremdkoerper in der Landschaft steht. Diesen 200 m hohen Peñon de Guatapé kann man erklimmen. Bei Wind und Regen kaempften wir uns die nicht enden wollende Treppe hinauf (635 Stufen). Oben angekommen wurden wir vom Wettergott belohnt. Die Wolkendecke oeffnete sich und wir hatten eine wunderbare Sicht ueber die unglaublich schoene Umgebung. Die Anstraengung hat sich wirklich gelohnt. Bald schon machen wir uns auf den Rueckweg nach Medellin. Wir sind gespannt was die Grossstadt fuer uns bereit haelt!

Einige Eindruecke...

Zurück im Land der gelben Feuerlöscher

Wir verbrachten noch einige Tage in Quito. So spielten wir noch mit anderen Reisenden (Schweizer!) einwenig Canasta oder Yanif und genossen die Annehmlichkeiten der Stadt.

Nach einer weiteren Nacht in Otavalo und einem kurzen Besuch in Cotacachi (leider spielte das Wetter nicht wirklich mit) reisten wir zurück nach Kolumbien. Sofort fällt uns wieder auf, dass in Kolumbien alle Feuerlöscher gelb sind, obwohl die Feuerwehrfahrzeuge rot sind. Klingt komisch, ist aber so…

In der Nähe von Ipiales, gleich hinter der Grenze, bauten die Kolumbianer vor etwa hundert Jahren eine ziemlich eindrückliche Kirche an einem noch eindrücklicheren Ort. Die in eine schmale Schlucht gebaute Kirche ist ein beliebter Wallfahrtsort und wird auch heute noch täglich für Messen genutzt.

Via Pasto gings wieder nach Popayan. Hier gefällts uns je länger je mehr. Mit zwei Australiern besuchten wir die heissen Quellen ausserhalb der Stadt. Trotz, oder gerade wegen, des regnerischen Wetter war das Baden in den Warmen Pools ein Genuss. Die Umgebung erinnert stark an die Alpen. Aufgeweicht und hungrig gings zurück in die Stadt.

Die Weiterreise bestand aus einer ungemütlichen vier stündigen Busfahrt nach Cali, welche viel länger dauerte als normal, weitere vier Stunden in einem bequemeren Bus nach Armenia und einer kurzen Fahrt im Minibus hoch nach Salento.

Nach dem Nachtessen gingen wir einige Häuser weiter. Bei den "los Amigos" traffen wir wieder auf die Australier aus Popayan, die gerade mit einem anderen Pärchen Tejo spielten. Tejo ist ein Spiel, welches in Kolumbien quasi als Volkssport betrieben wird. Alle Details zum Spiel findest du bei Wikipedia. Kurz gesagt; es wird Bier getrunken, jeder Spieler wirft sein "Tejo" um das vorgegebene Ziel zu treffen und es knallt richtig laut, wenn jemand die mit Schiesspulver gefüllten "Mechas" trifft. Eine Mischung aus Boggia und Dart kombiniert mit Explosionen, genau die richtige Mischung für einen unterhaltsamen Abend.

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Travelling is …

... making yourself understood
... having no idea what day or date it is
... breathing through your mouth on a toilet
... feeling at home whereever you lay your haed
... fuelled by curiosity
... washing your clothes in the sink
... feeling like a winner at the ATM
... keeping your feet on the ground when people treat you like a moviestar
... accepting
... getting really good at guessing someone's nationality
... ignoring baggars,touts, hawkers and taxidrivers without feeling too bad about it
... learning everything you want, and more, about Israel
... templechurchmosque numbness
... battery charching planning
... understanding we are all same same but different
... sens a rip-off a mile away (but not always)
... knowing when to say goodbye
... adventure when things go wrong
... longing for a decent breakfast
... preferring one-way tickets to return tickets
... learning to order food and still not getting what you want
... avoiding any contact with the police
... listen
... never arriving
... changing your roots for wings
... spending a day to buy bustickets
... travelling with people for days and not knowing their names
... always smiling at borders
... knowing that everything is possible but nothing is for sure
... knowing your Passportnumber by heart

To be continued...

Durchs Hochland von Ecuador

Nach der Landung in Guayaquil gings noch am gleichen Tag hoch nach Cuenca. Diese schöne Stadt liegt auf etwa 2500 M.ü.M. Einladende Parks und gemütliche Cafes laden zum verweilen ein.

Bevor wir aber die Vorzüg Cuencas geniessen konnten (wir werden Cuenca auf dem Rueckweg mehr Zeit widmen), fuhren wir nach Vilcabamba. Dieses kleine Dörfchen war vor sieben Jahren noch ein Geheimtipp. Mittlerweile ist es wohl in jedem Reiseführer als "Must see" gekennzeichnet. Trotzdem hat es seinen Scharm behalten. Mit 4400 Einwohnern ist es auch heute noch äusserst übersichtlich. Einige Restaurants sind dazugekommen und Internetcafes sind nun auch keine Seltenheit mehr. Wir sind wieder im selben Guesthouse abgestiegen wie auf der letzten Reise. Und wir wurden nicht entäuscht. Eine kleine Oase 3 Blocks vom Zentrum. Wir genossen jede Sekunde und erholten uns schnell von der langen Busfahrt. Nach einigen Tagen ausspannen, gut essen, spazieren und Nichtstun gings zurück nach Cuenca.

Hier stiegen wir auch wieder im selben Guesthouse ab wie vor 7 Jahren. Zwar ist es jetzt unter neuer Führung, aber dem Wohlfühl-Faktor hat es nicht geschadet. Im 6 Stock (zum Glück mit Lift) hatten wir einen super Blick über die Stadt.

Die nächste grosse Busfahrt brachte uns nach Baños. Eingebettet in einem schmalen Tal und bewacht von einem ziemlich lebendigen Vulkan versprüht dieses Städtchen einen speziellen Charm. Mehrmals musste das Städtchen in den letzten Jahren wieder hergerichtet werden, nachdem es mit Asche des Vulkans zugedeckt wurde. Baños ist als Wallfahrtsort, Kur- und Badeort sowie für seine lokalen Süssigkeiten bekannt. Wir genossen die letzteren zwei. Wir nutzten die gemütliche Dachterasse, um das Milde Klima von A bis Z zu geniessen. Hier trafen unter anderem auch den Anglo/Ami/Kanadier Phillipe. Er nutzt Baños als Startpunkt seiner Jungeltrips, welche er im Namen seiner NGO "Pleasant Jungle" unternimmt.

Von Baños gehts mit dem Bus, vorbei am bilderbuchhaften Cotopaxi, zurück nach Quito. Ein kleiner Tagestrip nach Otavalo verführte uns noch einwenig zum Shoppen. Auch ein Besuch beim "Midad del Mundo" am Equator durfte nicht fehlen. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt und ein Fondue rundeten unseren Besuch in Quito ab.

Für Dominique, die die letzten drei Wochen mit uns mitgereist ist, geht die Reise hier, mit einem frühmorgentlichen Besuch am Flughafen in Quito, zu Ende. Wir genossen die spannende und abwechslungsreiche Zeit.

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